Erfahrungen und Auszeichnungen

Die Diakonie Wuppertal hat mehrjährige praktische Erfahrungen mit der Qualifizierung und dem Einsatz von Sprach- und Integrationsmittlern. Aus der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL (2002-2007) ist der Lehrplan für die 18-monatige SprInt-Qualifizierung hervorgegangen. Viele Informationen über das Vorgängerprojekt finden Sie auf der Homepage der Entwicklungspartnerschaft "TransKom" (externer Link). Damals nahmen Flüchtlinge und Asylbewerber/-innen an der Qualifizierung teil.

Die Idee der Sprach- und Integrationsmittlung ist als besonders innovativ ausgezeichnet worden: Im Jahr 2007 wurde dem Projekt der Deichmann-Förderpreis verliehen.

 

Aktuelle Termine

Bundesfachtagung "Mehr verstehen, besser zusammenleben: Qualität in der interkulturellen Kommunikation"

  • Veranstalter: SprInt-Servicestelle, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Alice Salomon Hochschule Berlin, Friedrich-Ebert Stiftung (Forum Berlin). Informationen zu Themen und Anmeldung finden Sie hier.

Zufriedene Kunden und Unterstützer

Prof. Dr. Rainer RichterFür Migranten fehlen passende psychotherapeutische Behandlungsangebote. Wir fordern deshalb muttersprachliche Psychotherapeuten und wenn dies nicht möglich ist speziell ausgebildete Dolmetscher in der Psychtherapie.

Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundestherapeutenkammer, Berlin

Martin Neumeyer„Sprach- und Integrationsmittler leisten einen wichtigen Beitrag zur Anpassung unseres Gesundheitssystems an den gesellschaftlichen Wandel. SprInt heben Kommunikationsbarrieren zwischen Fachkräften und Patienten/-innen mit Migrationshintergrund auf, die gravierende und langfristige Folgen nach sich ziehen könnten.“

Martin Neumeyer, Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung

Marcela Zuniga„ Wir Migranten befürworten Sprach- und Integrationsmittler. Durch sie wird nicht die Abhängigkeit gefördert oder das Erlernen der deutschen Sprache verhindert, sondern die Gleichbehandlung und der Zugang zu Leistungen sichergestellt.“

Marcela Zuñiga, Vorsitzende des Migrantenbeirats Leipzig

 

Dr-Reinert-Portraitfoto

"Eine erfolgreiche Therapie braucht gelingende Kommunikation. Wenn wir keine muttersprachlichen Ärzte und Psychologen zur Verfügung haben, sind wir auf externe Sprach- und Integrationsmittler angewiesen."

Dr. med. Thomas Reinert, Chefarzt Fachklinik Langenberg, Fachkrankenhaus für die Behandlung von Suchtkrankheiten, Velbert

Portraitfoto Prof Kullenbach"Jede Organisation, die Migrantinnen und Migranten zu ihrer Klientel zählt, sollte die Beauftragung professioneller SprInt in Betracht ziehen. Sie räumen Verständigungsbarrieren aus dem Weg und beschleunigen interkulturelle Lernprozesse."

Prof. i.R. Roderich Kulbach, Ev. Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum

"Sprach- und Integrationsmittler erleichtern Migranten den Zugang zu zahlreichen Einrichtungen. Als Diakonie sollten wir dieses Angebot nutzen, um den notwendigen Prozess der gesellschaftlichen Integration voranzubringen."

Nikolaus Immer, Leiter des Geschäftsbereiches Soziales und Integration, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

"Meine Patienten sollen verstehen, was mit ihnen im Krankenhaus geschieht. Bei komplexen Herzkathetereingriffen kann ich mir keine Dolmetschfehler im Vorgespräch leisten. Sprach- und Integrationsmittler geben mir Sicherheit und schaffen gegenseitiges Vertrauen."

Prof. Dr. Hartmut Gülker, Kompetenzcenter kardiovaskuläre Erkrankungen, Sana Kliniken AG, München

"Von Sprach- und Integrationsmittlern erwarte ich mir nicht nur, besser in der Jugendhilfe zu werden. Langfristig werden wir deutliche Summen sparen, weil wir rechtzeitig agieren können."

Jürgen Lemmer, Integrationbeauftragter der Stadt Wuppertal und Leiter des Ressorts Zuwanderung und Integration 

"In der Psychiatrie müssen wir strukturelle Lösungen für sprachliche und kulturelle Verständigungsprobleme finden. Das ist eine lohnende Investition in die Qualität der Behandlung."

Dr. Martina Lukas-Nülle, Referentin für Innovationsmangement, LWL-Psychiatrieverbund Westfalen, Münster

"In Deutschland sollte eine Professionalisierung des Community-Interpreting angestrebt werden. Eine kurze Schulung ist nicht geeignet um die Schwierigkeiten zu verstehen, die das Dolmetschen mit sich bringt und zu lernen damit umzugehen."

Maria Kurka, Konferenzdolmetscherin (M.A.)

"In der Jugend- und Elternarbeit brauchen wir immer öfter und immer dringender Mittler, die uns einen besseren Zugang zu Menschen verschiedener Kulturen verschaffen. Gerade bei sensiblen Themen wie Gewalt reicht reines Dolmetschen nicht aus."

Stefan Waschlewski, Dipl. Psych., Familientherapeut. Leiter der Fachstelle für Gewaltprävention „Komm An“, Wuppertal  

"In Hamburg haben wir schon 1995 begonnen, speziell ausgebildete medizinische Dolmetscher einzusetzen. Deutschland wird immer inter-nationaler, der Bedarf steigt. Die meisten Kunden wollen eine Vermittlungszentrale, die alle Sprachen abdeckt und einen einfachen Abrechnungsmodus bietet."

Katja Klei, Geschäftsführerin lingua medica, Hamburg

"Die Akzeptanz und die Nachfrage nach Sprachmittlung sind in Leipzig ständig gewachsen. Jetzt arbeiten wir in Kooperation mit dem SprInt-Netzwerk und Hand in Hand mit Partner aus dem Sozial- und Gesundheitswesen am Aufbau eines zentralen Vermittlungsdienstes, damit alle Institutionen schnell und zuverlässig Sprach- und Integrationsmittler abrufen können."

Stojan Gugutschkow, Integrationsbeauftragter der Stadt Leipzig

"Wir möchten in der Stadteilarbeit gern alle Bürger erreichen. Sprach- und Integrationsmittler helfen uns, unsere Angebote in den Migranten-Communities besser bekannt zu machen."

Dipl. Soz.-Wiss. Eric Stöcker, Leiter des Diakonie-Stadtteiltreffs „fambiente“, Wuppertal  

"Die Ausbildung zu Sprach- und Integrationsmittlern trägt dazu bei, dass eine rechtlich richtige Aufklärung in der für Migranten und Flüchtlinge verständlichen Sprache erfolgen kann. Zu oft werden diese Menschen fehlerhaft beraten, da den mitgebrachten Laiendolmetschern die Fachkenntnis fehlt." 

Armin Demuth, Rechtsanwalt, Erfurt

Partsch„SpInt sind vielseitig tätig. Sie assistieren Fachkräften, sie dolmetschen und informieren in den Bereichen Soziales, Bildung und Gesundheit. Diese Vermittlungstätigkeit ergänzt sinnvoll die ehrenamtliche und die akademisch ausgebildete professionelle Integrationsarbeit. Die Zeit ist reif für die Anerkennung dieses Berufsbildes.“

Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt