"Mehr verstehen, besser zusammenleben" - Dokumentation der Fachtagung

Welche Rolle spielen migrantische Brückenbauer für das Verstehen und Verständigen in der deutschen Einwanderungsgesellschaft? Welche Strukturen braucht es in Bund, Ländern und Kommunen, um die interkulturelle Verständigung im Alltag der Institutionen zu verbessern? Welche Qualitätsstandards haben sich hier entwickelt?

Diesen und andere Fragen stellten sich die Teilnehmenden der Fachtagung „Mehr verstehen, besser zusammenleben“ am 14. Oktober 2014 in der Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin.

In diesem Bereich finden Sie eine inhaltliche Zusammenstellung der diesjährigen Fachtagung. Sie haben die Möglichkeit, die Eingangsvorträge sowie Protokolle und Vorträge der Workshops als pdf-Dokument herunterzuladen. Eine Fotostrecke mit Impressionen von der Fachtagung rundet die Dokumentation ab.

Über 200 Personen aus ganz Deutschland besuchten die angebotenen Workshops, das Podiumsgespräch und die Fachvorträge.

In den Vorträgen erhielten Fachkräfte und Experten aus Politik und Wissenschaft, Gesundheit, Sozialwesen, Bildung und Arbeitsmarktintegration einen vertieften Einblick in die aktuelle Forschung zu kultursensiblem Dolmetschen und Gesundheitskommunikation und in die Arbeit des SprInt-Netzwerks.

In der Podiumsdiskussion debattierten Integrations-Staatsministerin Aydan Özoğuz (MdB), Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes - Gesamtverband sowie weitere Vertreter aus Wohlfahrt und Kommunalverwaltung über Qualität und Nachhaltigkeit im kultursensiblen Dolmetschen.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmenden in fünf Parallel-Workshops die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Themen der Workshops waren Willkommensstruktur und -kultur, Partizipation und Qualifizierungsstandards sowie praktische Erfahrungen mit Sprach- und Integrationsmittlenden in der Kinder- und Jugendhilfe und im therapeutischen Setting.

Die Fachtagung war für die Veranstalter – das bundesweite SprInt-Netzwerk, die Diakonie Wuppertal, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Alice Salomon Hochschule sowie die Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Berlin – ein großer Erfolg. Die große Resonanz und die Diskussionen auf der Fachtagung zeigten das hohe Interesse und den Bedarf an einer Dienstleistung wie der Sprach- und Integrationsmittlung. Große Zustimmung herrschte bei Teilnehmenden und Referierenden in der Ansicht, dass die Sprach- und Integrationsmittlung als Fortbildungsberuf anerkannt werden müsse.

 

Veranstalter: